Löwen mit klarem Ziel nach Hannover

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 Fast drei Wochen Spielpause werden die Rhein-Neckar Löwen hinter sich haben, wenn sie am Donnerstagabend um 19 Uhr in der TUI Arena bei der TSV Hannover-Burgdorf auflaufen.

Am 27. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga geht es für die Männer in Gelb darum, mit einem Erfolgserlebnis auf die Zielgerade der Saison einzubiegen. Dabei gibt es leichtere Aufgaben als das Gastspiel in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Die Heimstärke Hannovers haben schon einige Teams zu spüren bekommen. In der vergangenen Saison waren die Löwen sogar die einzige Mannschaft, die bei der TSV gewinnen konnten. Diesen Nimbus werden die Jungs von Nikolaj Jacobsen in dieser Spielzeit nicht mehr für sich reklamieren können. Die „Recken-Festung“, sie weist einige Risse auf: Zuletzt gab es eine überraschende 23:25-Pleite gegen Wetzlar. Gegen Göppingen (29:30) und Bietigheim (26:27) handelte man sich bereits in der Hinrunde unerwartete Niederlagen vor heimischem Publikum ein.

Im Hinspiel machte Martin Hanne auf sich aufmerksam. Dass Hannover nach der starken Saison 2017/18 mit Pokalfinale und EHF-Cup-Qualifikation eine äußerst durchwachsene Spielzeit erlebt, liegt zum einen daran, dass damals Vieles optimal lief, das nun nicht mehr zu 100 Prozent funktioniert. Hinzu kommen zahlreiche Verletzungsprobleme, die insbesondere den Recken-Rückraum zwischenzeitlich fast komplett lahmlegten. Was für die Zukunft sogar noch nützlich werden könnte: Durch die vielen Verletzten haben sich Jugendspieler wie Veit Mävers und Joshua Thiele in den Vordergrund spielen und für zukünftige Aufgaben empfehlen können.

Gegen die Löwen stehen Fragezeichen hinter den angeschlagenen Kreisläufern Ilija Brozovic und Thiele. Dafür kann das spanische Trainerduo Carlos Ortega / Iker Romero auf die wieder genesenen Außen Timo Kastening und Cristian Ugalde zurückgreifen. Auf der Gegenseite fällt nach wie vor Jesper Nielsen (Leiste) aus. Der Rest des Löwen-Kaders hat sich fit gemeldet. Die Nationalspieler seien allesamt ohne Verletzungen zurückgekehrt, vermeldet der Sportliche Leiter der Rhein-Neckar Löwen, Oliver Roggisch.

Was sportlich auf die Badener zukommen kann, davon konnte sich ganz Handball-Deutschland beim REWE Final Four Anfang des Monats ein Bild machen. Da kämpften sich die Recken nach einer schwachen ersten Halbzeit gegen das Top-Team aus Magdeburg spektakulär zurück, gingen gar mit drei Toren in Führung und verloren die Partie am Ende auch mit einer gehörigen Portion Pech. Hannover-Burgdorf, so viel steht fest, kann an einem guten Tag jeden Gegner vor größte Probleme stellen. So war es auch im Hinspiel Mitte Dezember in der SAP Arena, als die Löwen sehr lange brauchten, um den am Ende klaren 29:23-Heimerfolg auf den Weg zu bringen.

Dabei steht und fällt das Spiel der TSV mit dem genauso genialen wie launischen Spielmacher Morten Olsen. Hat der dänische Weltmeister einen guten Tag, wird es für jede Mannschaft schwer, ihn und seinen immensen Einfluss auf das Spiel einzuschränken. Das weiß auch Löwen-Sportchef Oliver Roggisch: „Morten Olsen ist ein überragender Handballer. Er hat eine grandiose Spielübersicht, trifft oft die richtigen Entscheidungen, hat ein gutes Auge und ist schnell auf den Beinen.“ Es werde darauf ankommen, die Kreise Olsens zu stören. Allerdings ohne den Rest der Truppe aus den Augen zu verlieren.

Zur Spielvorbereitung hat sich „The Rogg“ unter anderem die Pressekonferenz zum Spiel angeschaut und festgestellt: „Hannover brennt auf das Spiel. Sie sind überzeugt, uns schlagen zu können.“ Dies gelte selbstredend auch umgekehrt. „Wir haben ein klares Ziel für den Rest der Saison. Wir wollen so gut in der Tabelle abschneiden, wie es irgendwie geht, auch wenn wir wissen, dass wir ein sehr schweres Restprogramm vor uns haben.“ Mit voller Motivation soll es am Donnerstagabend zur Sache gehen – zumal die Eindrücke aus der Trainingswoche sehr positiv waren: „Die Jungs haben das Champions-League-Aus ganz gut weggesteckt. Sicher kam die Nationalmannschaftspause dabei auch gelegen. Trainiert wurde sehr, sehr gut“, sagte Roggisch und ergänzte, dass man mit einem guten Gefühl nach Hannover fahre. Wohl auch in dem Wissen, „dass wir dort eine Top-Leistung brauchen“.

Der Ablaufplan für die Löwen sieht wie folgt aus: Nach der Anreise per Bus am Mittwochmittag geht es ins Hotel. Am Spieltag selbst steht der letzte Vorbereitungstermin um 16 Uhr an, dann wird noch einmal gemeinsam Video geschaut. Um 16.30 Uhr Abfahrt zur Halle – um 19 Uhr wird es ernst.

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